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Berufsorientierungsklasse (9 BO)

Berufsorientierungsklasse (9 BO)

Bereits seit dem Schuljahr 2009/2010 wird an unserem Beruflichen Schulzentrum in Rothenburg in Kooperation mit der Mittelschule Rothenburg (Valentin-Ickelsamer-Mittelschule), eine sogenannte Berufsorientierungsklasse, angeboten.

Dies ist ein Schulversuch (Rothenburger Modell), der den Namen „Kooperationsmodell Berufsschule – Mittelschule“ trägt.
Ziel dieses Modells ist es, neue Wege zu finden, Jugendliche ohne Ausbildungsplatz (JoA), Schüler/-innen ohne Mittelschulabschluss oder Quali zu den entsprechenden Abschlüssen zu führen, um ihnen berufliche Orientierung und somit einen besseren Start in das Berufsleben zu ermöglichen.

Die Zielgruppe bilden dabei Entlassschüler/innen der Mittelschule Rothenburg (ist jedoch auch offen für Schüler/innen anderer Mittelschulen) mit erfüllter Schulpflicht, deren Übergang in die Berufswelt gefährdet ist und die aufgrund individueller Problemlagen sowohl persönlicher als auch schulischer Art den regulären Mittelschulabschluss und/oder den Qualifizierenden Mittelschulabschluss nicht erreicht haben, keinen Ausbildungsplatz haben und deshalb die freiwillige Wiederholung der neunten Jahrgangsstufe der Mittelschule beantragt haben.

Die Schüler/innen müssen ein deutliches Interesse daran zeigen, sich im kommenden Schuljahr der Prüfung zum Qualifizierenden Mittelschulabschluss zu unterziehen.

Unterrichtsorganisation

1. Berufsspezifischer Unterricht

Die Mittelschüler/innen besuchen den regulären Berufsschulunterricht (fachlichen Unterricht in Theorie und Praxis) in einer der angebotenen Fachrichtungen und werden dort von Berufsschullehrern in Teilzeit-, oder Blockbeschulung (Näheres dazu am Informationsabend oder kontaktieren Sie uns unter: SBS 09861-976690) unterrichtet.

Dieser fachliche Unterricht dient als Basis der Projektprüfung.

Angeboten werden kann zurzeit:

  • Fleischer/ Fleischereiverkauf mit 6 Stunden Unterricht an einem Schultag pro Woche
  • Hotel-/Restaurantfachkräfte in Blockbeschulung
  • Köche in Blockbeschulung
  • Maler in Blockbeschulung
  • Metallbauer in Blockbeschulung
  • KFZ-Mechatronik in Blockbeschulung
  • Berufsfachschule für Kinderpflege mit zwei Berufsschultagen pro Woche

2. Allgemeinbildender Unterricht

Der allgemeinbildende Unterricht findet für alle 9 BO-Schüler/innen gemeinsam an zwei Vormittagen an der Berufsschule statt. Ein Lehrer der Mittelschule bereitet die Schüler in den Fächern Mathematik, Deutsch, GSE und Ethik auf den „Qualifizierenden Mittelschulschulabschluss“ vor. Die erzielten Jahresfortgangnoten fließen zu 50% in die Abschlussnoten mit ein.

3. Praktikum

Alle Schüler/innen sind an den nicht beschulten Tagen an ihren Praktikumsstellen (durchschnittlich ergibt sich somit pro Woche zwei Tage Praktikum), die im Idealfall dem Beruf der besuchten Fachklasse entsprechen sollten, bzw. eine Möglichkeit darbieten sollen, „ihren Beruf“ finden zu können. Die Vermittlung bzw. Unterstützung bei der Suche von Praktikumsstellen und deren Betreuung sind Hauptaufgaben der sozialpädagogischen Beratungsfachkraft.

Die Praktikumsstellen sollen den Schülern helfen, den Übergang von der Schule ins Arbeitsleben ohne „Praxisschock“ zu erleben. Auf diese Weise sollen die Jugendlichen die notwendige Ausbildungsreife erlangen.

4. Förderunterricht

Um die Schülerinnen und Schüler individuell zu fördern, wird zusätzlich zum Unterricht Förderunterricht angeboten, der den fachlichen und den Mittelschulunterricht aufarbeiten soll, um so Defizite zu beheben. Die Mittelschüler werden durch eine Berufsschullehrkraft in den beruflichen und allgemeinbildenden Bereichen sowie in ihrem Arbeits- und Lernverhalten passgenau unterstützt, so dass sie den Anschluss in der Berufsschulklasse halten können und den Qualifizierenden Mittelschulabschluss erreichen. Dazu wird sich die federführende Lehrkraft regelmäßigen mit den in den Fachklassen unterrichtenden Berufsschullehrkräften und mit dem Kollegen der Hauptschule austauschen. Auch die Beratungsfachkraft wird mit eingebunden.

Vorteile der Kooperationsklasse

Die Jugendlichen können einen Neuanfang wagen und Misserfolge hinter sich lassen. Unterstützt wird dieser Neubeginn durch die Verlegung des Lernortes an die Berufsschule. Es handelt sich um eine Kleinklasse, so dass auf den einzelnen Schüler/in besser eingegangen werden kann.
Durch den hohen Praxisanteil findet eine gezielte Vorbereitung auf die Berufsausbildung statt.
Die sozialpädagogische Fachkraft unterstützt und berät nicht nur bei der Praktikumsfindung, sondern betreut diese und steht zudem durch eine individuelle Betreuung des Schülers/in (z.B. Berufsfindung) zur Verfügung. Ziele für den Schüler selbst sind die Stärkung der Persönlichkeit und des Selbstbewusstseins des Einzelnen. Und das Erlernen und Vertiefen von Schlüsselqualifikationen Letztendlich wirken die günstigen Prognosen, was die Versorgung mit Ausbildungsplätzen angeht, motivierend.

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