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Amtseinführung neuer Schulleiter Steigmann

Rothenburg-Dinkelsbühl 17.03.2026. Das Staatliche Berufliche Schulzentrum Rothenburg-Dinkelsbühl mit der Außenstelle in Bechhofen -SBS- hat einen neuen Schulleiter.

Amtseinfuehrung4Michael Steigmann wurde im Gastronomischen Bildungszentrum durch die Regierungspräsidentin, Dr. Kerstin Engelhardt-Blum, offiziell in sein neues Amt eingeführt. Neben Schulleiterinnen und Schulleitern aus Mittelfranken und den allgemeinbildenden Schulen in Rothenburg waren Oberbürgermeister Dr. Christoph Hammer (Dinkelsbühl) und Oberbürgermeister Dr. Markus Naser (Rothenburg) ins Gastronomische Bildungszentrum gekommen, dazu der Leiter des Bereichs „Schulen“ bei der Regierung von Mittelfranken, Günther Schuster, die leitende Regierungsschuldirektorin, Gudrun Gumbrecht, der leitende Regierungsschuldirektor, Martin Kühner, sowie Vertreter des Landratsamtes. 

Landrat Dr. Jürgen Ludwig betonte, die 26 Schulen und Schulzentren im Landkreis Ansbach seinen ihm persönlich und dem Kreistag ein wichtiges Anliegen. Gerade die Berufsschule in Rothenburg sei ein stolzer Teil der Schullandschaft im Landkreis und in der Stadt selbst. Sie sei mehr, als das historische Gebäude am Bezoldweg, neben den Werkstättengebäuden gebe es das Gastronomische Bildungszentrum, für dessen Errichtung der Landkreis ebenfalls viel Geld in die Hand genommen hätte, um der IHK am Standort Rothenburg entsprechende Räumlichkeiten anbieten zu können. 4,5 Millionen Euro habe das GBZ/GFZ gekostet. Mit der Berufsschule in Dinkelsbühl, der Wirtschaftsschule und der Außenstelle in Bechhofen für die Pinsel- und Bürstenmacher habe Steigmann die Verantwortung für drei Schulstandorte. 1600 Schülerinnen und Schüler besuchen aktuell jährlich das SBS, in ganz verschiedenen Fachrichtungen. Rund 2 Millionen Euro wende der Landkreis jährlich allein für den Unterhalt der Schulen auf.  Zudem sei das SBS digital hervorragend aufgestellt. Der Schulleiter, Michael Steigmann, müsse viele Aufgaben bewältigen, so Dr. Ludwig, er freue sich auf eine weiterhin gute Zusammenarbeit.Amtdeinfuehrung Musik

Als charmanter Moderator des Nachmittags fungierte der Ständige Stellvertreter der Dinkelsbühler Wirtschaftsschule, Andreas Wedler. Bereits zur Eröffnung konnte er den Kollegen Dietmar Alberter als Solotrompeter mit der bekannten Charpentier’schen Eurovisionsmelodie ankündigen. Ebenfalls ein Kollege in der Metallabteilung ist Bernd Ehnes, der mit seinen Söhnen Jona und Daniel mit dem Rothenburger Schäfertanz für eine schwungvolle Einlage sorgte und mit „Amazing Grace“ die Feierstunde abschloss. 

Für die Regierungspräsidentin, Dr. Kerstin Engelhardt-Blum, war es die erste Amtseinführung eines neuen Schulleiters. Sie betonte, das SBS sei mehr, als nur ein Ort der Wissensvermittlung, es sei ein Knotenpunkt zwischen Schule und Wirtschaft. Das berufliche Schulwesen mit seinen Lehrkräften nehme eine Schlüsselfunktion ein, stelle sich der Heterogenität und den unterschiedlichen Bildungsbiografien der Schülerinnen und Schüler. Der persönliche Bildungsweg von Michael Steigmann sei eng mit dem SBS verknüpft, er habe dort zunächst die Berufsschule während seiner Ausbildung zum Systemgastronomen besucht, habe anschließend an der TU München Lehramt für berufliche Schulen mit den Fächern Ernährungswissenschaften und Sozialkunde studiert und sei dann als Referendar nach Rothenburg gekommen. Steigmann blieb als Studienrat am SBS, wurde Fachmitarbeiter an der Regierung, war als Seminarlehrer tätig und schließlich stellvertretender Schulleiter. Er habe es von Anfang an verstanden, Theorie und Praxis zu verbinden, so Dr. Engelhardt-Blum. Er sei strukturiert und sehr klar, könne zuhören, besitze Organisationsgeschick und Innovationsfreude. Dr. Engelhardt-Blum dankte dem neuen Schulleiter, dass er bereit sei, Verantwortung zu übernehmen und wünschte ihm stets eine glückliche Hand, kluge Entscheidungen und gute Partner an seiner Seite, um den Wandel zu gestalten.

Amtseinfuehrung5Die Stationen Steigmanns vom Systemgastronomen zum Schulleiter hatte der Kollege Jörg Kolbinger in einen Liedtext gepackt und locker-launig mit seinem Lehrkräftemusikensemble präsentiert. Hier knüpfte die Gesamtpersonalratsvorsitzende des SBS, Karin Franz, an. Michael Steigmann sei in die Schule hineingewachsen, kenne die Schule in allen Facetten. Er sei stets bereit, die Schule und die Schülerinnen und Schüler zu fördern, arbeite immer lösungsorientiert und könne zuhören. Um den „Dampfer“ SBS steuern zu können und auf Kurs zu halten, überreichte sie ihm einen Kompass. Doch ohne die Mannschaft könne der „Dampfer“ nicht manövriert werden. Im Kollegium hätte es sehr viel Zustimmung gegeben, als bekannt wurde, dass Michael Steigmann der neue Schulleiter werde. Symbolisch überreichte Franz noch einen Elefanten: Der Dickhäuter stehe für Weisheit und Stärke, gelte als sensibel und klug agierend. Ein dickes Fell sei ebenso wichtig, wie Auszeiten für die Familie und den Freundeskreis, so Franz, um aufzutanken. Sie wünschte dem neuen Schulleiter Kraft für die Gestaltung und Weiterentwicklung der Schule, dazu Gottes Segen. 

Mit Spannung wurde die Rede von Michael Steigmann erwartet, der sichtlich gerührt ans Rednerpult trat. Jede Reise beginne mit dem ersten Schritt, diesen hätte er vor über 25 Jahren in die Schule gesetzt. Als er vor 20 Jahren seinen ersten Schritt als Referendar in die Schule und dann als Lehrkraft ins SBS gemacht habe, war für ihn die „schulische Reise“ in dieser Form nicht absehbar. Viele Reisebegleiter gebe es, alle seien wichtig. Um einen reibungslosen Reiseablauf kümmern sich beispielsweise die Verwaltungsangestellten in den Sekretariaten. Die Regierung sorge dafür, dass immer wieder neue „Reisebegleiter“ den Weg als Lehrkräfte in die Schule finden. Dank des Sachaufwandsträgers, dem Landkreis Ansbach, könne so manches Wunschreiseziel zügig erreicht werden.Amtseinfuehrung6

Für die Schülerinnen und Schüler, die sich jedes Jahr von Neuem auf eine Schulreise begeben, seien die Lehrkräfte die Begleiter, die selbst wiederum Unterstützung erfahren. Um Ziele effektiv zu erreichen, müssten alle an einem Strang ziehen, immer nach vorne sehen. Selbst wenn so mancher Weg diskutiert werde, manchmal ein Umweg erforderlich sei, dürfe man das Ziel nicht aus den Augen verlieren. Wertvolle Energie mit Diskussionen darüber zu verschwenden, was alles nicht gehe, sei nicht produktiv und bringe Schülerinnen, Schüler und Lehrkräfte nicht voran. Steigmann appellierte, auch mal eine Extrameile zu gehen, dabei könne man viel erreichen.Amtdeinfuehrung3Amtdeinfuehrung Buffet

So sei die Berufsfachschule für Kinderpflege am SBS als erste berufliche Schule bundesweit in der vergangenen Woche als „Naturpark-Schule“ ausgezeichnet worden – ein überaus wertvoller, großer Schritt mit Synergieeffekten. Steigmann ermutigte die Lehrkräfte, neue Ideen zu entwickeln und umzusetzen. Wir freuen uns über herausragende Leistungen, so Steigmann, über gute Platzierungen bei Wettbewerben. Doch oft ist es schon ein großer Erfolg, wenn alle Schülerinnen und Schüler einer Klasse ihren Abschluss schaffen, trotz heterogener Klassenstruktur und Sprachbarrieren.

Steigmann dankte allen, die zum Gelingen des Nachmittags beigetragen hatten, besonders seiner Stellvertreterin, Susanne Gruber, und der Gastronomieabteilung, die für das leibliche Wohl in Form eines bunten Fingerfood-Buffets gesorgt hatte. Abschließend lud der neue Schulleiter zum Stehempfang: Gute Gespräche, so Steigmann augenzwinkernd, ergäben sich dabei quasi automatisch. -M. Schwandt -